Bootstauchgänge in der Straße von Tiran: Jackson Reef, Woodhouse Reef
Unsere letzten Tauchgänge in Ägypten waren die Drift-Tauchgänge im Golf von Akaba, genauer in der Strasse von Tiran. Die dort vorliegenden Riffe sind wunderschön, aber auch so manchem Schiff zum Verhängnis geworden.
Das schöne an den Riffen dort ist neben dem reichen pelagischen Bewuchs der Umstand, dass man sich mit der Strömung treiben lassen kann. Also verschränkt man einfach Arme und Beine und lässt den Riffsaum an sich vorüberziehen...
Wir konnten unzählige Blaupunktrochen entdecken, aber die Großfische, die ich eigentlich dort erwartet hätte, blieben wieder aus.
Tauchgangskarten Woodhouse/Jackson Reef:

Mittwoch, Dezember 20, 2006
Tauchgänge bei Dahab - The Bells, Blue Hole und der Canyon
Dahab, die "Goldene", liegt nördlich von Sharm el-Sheik an der Ostküste der Sinai-Halbinsel. Weniger touristisch, aber dennoch mit vielen Tauchern, ist dieser Ort mit den u.a. schönsten Tauchplätzen Ägyptens bekannt für das Blue Hole. Aber zuerst muss man 80km durch die Wüste, vorbei an kahlen Bergen und Wadis, auf einer mittlerweile sehr gut ausgebauten Strasse. Die Fahrt dauert etwa 2 Stunden, obwohl sie einem länger vorkommt. Der erste Tauchplatz war The Bells, einer fast senkrechten Röhre die bis auf 32 Meter Tiefe hinabführt. Von dort aus steigt man langsam entlang der Steilwand bis auf ca. 7 Meter, wo man über einen kleinen Vorsprung ins Blue Hole schwimmen kann.
Welch eine Überraschung, als wir ca. 10 Meter unter uns einen Schnorchler wahrnehmen... auf ganzen 15 Metern Tiefe! Wahnsinn.
Leider geht mir schnell dir Luft aus, und mit nur 5 Bar (no comment!) beende ich den Tauchgang. Tja, das kommt davon, wenn man gut 15 Minuten auf 30 Metern auf eine Gruppe Anfänger warten muss.
Tauchgangskarte Blue Hole:
Unsere Fotos bei Picasa:
Freitag, Oktober 13, 2006
Bootstauchgänge bei Ras Mohammed 
Der Nationalpark ras Mohammed an der Südspitze des Sinai bietet eine Vielfalt von Schnorchel- und Tauchplätzen an. Entsprechend groß ist die Nachfrage, was man insbesondere am Hafen beobachten kann, wo dutzende Boote mit laufenden Dieseln auf die Scharen von UW-Touristen und Wanna-be's warten.
Wir mussten aufgrund logistischer Probleme als Letzte auslaufen - dafür hatten wir dann an den Ankerplätzen relativ Ruhe. Unser erste Tauchplatz war das Shark Observatory. Leider sind die Sharks und anderen Großfische nur bis August in diesen Gewässern zahlreich und ziehen dann nach Süden.
Daher machte der Tauchplatz seinem Namen kaum Ehre. Mit einer Gruppe von insgesamt 10 Tauchern stiegen wir an der Steilwand auf ca. 30 Meter Tiefe ab.
An einer dunklen schattigen Stelle konnten wir eine Schildkröte beim Fressen beobachten. Doch nur wenig später folgte uns das Tier und tauchte aus dem Blau des Meeres auf. Fast schwerelos segelte das sonst so träge wirkende Wesen uns entgegen. Claudi schwamm einige Zeit neben her - das war das absolute Highlight.
Nach dem Aufstieg und einem guten Mittagessen auf dem Boot ging es wieder hinab. Wir folgten der Steilwand vom Shark Observatory weiter über Anemone City hinweg in Richtung Shark und Yolanda Reef. Es war ein ganz schönes Stück, das wir zurücklegen mussten, und am Ende war meine Luftreserve auf ein marginales Etwas zusammen geschmolzen.Dennoch, der Tauchgang war durch die Schildkröte zu etwas Besonderem geworden, auch wenn die vielen Großfische, allen voran die dort heimischen Baracudas nicht zu sehen waren...
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Tauchgangs-Infos:
Dive-Center: Anthias Divers
Boot: Sea Star
Tiefe: max. 30 m
Sicht: max. 20 m
Dauer: max. 1 Stunde
Temperatur: 27° Celsius
Dienstag, Oktober 10, 2006
Nach langer Zeit wieder Urlaub!
Endlich konnten wir wieder Urlaub machen. Nachdem mein Schatz ihr Physikum (1. Staatsexamen) mehr als erfolgreich hinter sich gebracht hat, war dies wohl verdient. Am 21. September flogen wir mit Condor nach Sharm el-Sheikh, wo uns das ersehnte warme Wetter begrüßte. 
Unser Hotel, das Sonesta Beach Resort in der bekannten Naama Bay, war eine positive Überraschung, denn unser Zimmer erwies sich als sauber, geräumig und mit großem Doppelbett - allerdings waren wir was Strand anging etwas weit ab vom Schuss.
An einem unseligen Abend jedoch passierte mir im Badezimmer ein Unglück: das einfach nur von unten angeklebte Waschbecken krachte ab und zerbrach in hunderte Scherben auf dem Boden. Wie peinlich! Am nächsten Morgen sagte ich an der Rezeption Bescheid, woraufhin man - ganz unüblich in Ägypten - freundlich reagierte. Fast so, als würde dies täglich passieren. Und groß war unsere Überraschung, als schon am selben Abend die Reparatur abgeschlossen und ein neues Waschbecken eingesetzt war. Einzig der Gestank des Klebstoffes war eklig - doch dies wurde durch den Obstkorb des Hotelmanagers wieder gut gemacht...
Die erste Urlaubswoche war mein Schatz ein wenig kränklich, was bedeutete, dass wir nicht tauchen gingen. Statt dessen nutzten wir die Zeit, um in der Sonne zu liegen und am vorgelagerten Riff schnorcheln zu gehen. Dabei wollten wir gleich unsere UW-Fotografie-Kenntnisse testen.
Tatsächlich sahen wir beim Schnorcheln extrem viel: Blaupunktrochen, eine Muräne, Kugel- und Igelfische, einen Krokodilfisch, und natürlich die Unzahl von Rifffischen, wie den Doktor-, Anemonen- und Lippfisch.
Es war wie im Aquarium, und es war lustig, wie sehr ein kleines Stück Brot, die Fischlein dazu animierte, wie ein Schwarm Piranhas um einen herumzuschwimmen und einem das Brot aus der Hand zu zupfen.
Mehr zu unseren Tauchgängen folgt in Kürze. Vorab mal, wo wir überall waren:
- Nationalpark Ras Mohammed
- Strasse von Tiran
- Dahab (Blue Hole)


